Selbstverständnis

Egal wohin wir derzeit blicken, die Gesellschaft vollzieht einen Rechtsruck, der immer offener zu Tage tritt und sich zusehends auch in rassistischen Gesetzen manifestiert. Unzählige Übergriffe auf Geflüchtete, offen geäußerter Hass gegen als Minderheiten empfundene Personengruppen im Netz und auf der Straße, sind die Folgen dieser Entwicklung.

PEGIDA, die Alternative für Deutschland mit ihrer Jugendorganisation Junge Alternative, die Identitäre Bewegung, Die Rechte sowie das Bündnis Deutscher Patrioten, sind nur einige der rechten Gruppierungen und Parteien, die diesen Rechtsruck mit verursachen und zugleich dank dieser Entwicklung Aufwind erfahren. Auch Burschenschaften, allen voran die in München-Schwabing ansässige Danubia, profitieren auch deswegen, weil zu viele Menschen schweigen und kein klares Zeichen gegen Rassismus, Sexismus, Homophobie und Antisemitismus setzen.

In München, wo sich Bürger*innen und Politiker*innen in den vergangenen Monaten immer wieder gerne für ihr Engagement gegen Rechts und ihre angebliche „Willkommenskultur“ feierten, hat sich seit geraumer Zeit mit den allmontäglichen PEGIDA-Demonstrationen eine Plattform für Rechtsextremist*innen aller Strömungen etabliert. Auch bei den immer häufiger stattfindenden Veranstaltungen der AfD, bewegen sich Rechtsextremist*innen, die keineswegs ausschließlich aus einem so genannten „bürgerlichen Spektrum“ stammen. Wenngleich es der*dem Laien, angesichts der Gewaltpotenziale und Hetze der AfD-Mitglieder aller Spektren, schwer fallen dürfte, Neonazis von „besorgten Bürger*innen“ zu unterscheiden. Rechtsextremist*innen versuchen ihre rechte Ideologie zu verbreiten und Nachwuchs für ihre Sache zu gewinnen. Sie kommen vielleicht adrett daher, doch hinter der bürgerlich-konservativen Fassade verbergen sich Personen, die zahlreiche Aspekte der nationalsozialistischen Rassenideologie hinter neuen Plattitüden wie „Ethnopluralismus“ zu verstecken versuchen.

Wir wollen uns die Entwicklungen nicht mehr länger ansehen. Wir mischen uns ein, gestalten aktiv mit und kämpfen für eine Gesellschaft frei von Rassismus, Diskriminierung und Nationalismus!
Der Dialog mit Rassist*innen ist für uns dabei keine Option, denn Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! Darum wählen wir andere Aktionsformen. Wir wollen einen Beitrag zu einer kritischen Auseinandersetzung mit rechtsextremistischen Gruppierungen leisten und ihnen so den Nährboden entziehen.

Kein Fußbreit den Faschisten!